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Umweltpolitisch sinnvolles Sparen ansatzweise gelungen. Abbau ökologisch
nachteiliger Subventionen bleibt Aufgabe der Bundesregierung
Berlin: Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND), Hubert Weiger, sieht im Sparpaket einige für
den Umweltschutz positive Ansätze verwirklicht. So werde die
Einführung einer ökologischen Luftverkehrsabgabe im Flugverkehr
diese besonders klimaschädliche Form der Mobilität stärker
am Gesamtumfang ihrer Umweltkosten beteiligen. Die geplante Einführung
einer Brennelementesteuer erfülle ebenfalls eine seit Jahren
von seiner Organisation geforderte Gleichbehandlung des Brennstoffs
Uran mit den fossilen Energieträgern. Die Absicht, die Brennelementesteuer
an die Durchsetzung verlängerter AKW-Laufzeiten knüpfen
zu wollen, lehnte der BUND hingegen strikt ab. Die Energieunternehmen
dürften über den Umweg des Sparpaketes keinen Freibrief
zur Verlängerung der AKW-Laufzeiten erhalten.
„Die Brennelementesteuer preist lediglich Umweltschäden
des Uranabbaus in die Rohstoffkosten ein und beendet damit eine
jahrelange Subventionierung der riskanten Atomenergie. Deshalb darf
aber kein einziges Atomkraftwerk länger laufen. Dann würde
sich die Brennelementesteuer im Nachhinein als Danaergeschenk erweisen“,
sagte Weiger. Er forderte die Bundesregierung auf, die Laufzeiten
von Atomkraftwerken nicht zu verlängern und den Atomausstieg
zu beschleunigen.
Der BUND begrüße insbesondere die geplante Abschaffung
der Vergünstigungen für energieintensive Industriebetriebe
bei der Ökosteuer und den Energie- und Stromsteuern. Beim notwendigen
Abbau ökologisch nachteiliger Subventionen sei dies jedoch
erst der Anfang. Zugleich wäre es falsch, bei der Rückführung
staatlicher Förderungen jedes Augenmaß zu verlieren.
Es gebe auch Zuschüsse, auf die nicht verzichtet werden könne.
„Die Bundesregierung hat in den letzten Wochen ausgerechnet
dem Klimaschutz und zugleich der Wirtschaft nützende Finanzhilfen
infrage gestellt. Wenn solche Sparvorschläge umgesetzt werden,
kann Deutschland seine Klimaschutzziele niemals erreichen“,
sagte Weiger.
Der BUND unterstützt auch die Absicht zur Einführung
einer Finanztransaktionssteuer. Deren Aufkommen müsse jedoch
primär für den Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel
und die internationale Armutsbekämpfung eingesetzt werden.
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