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27 Grad Wassertemperatur und das kostenlos, versprach Bauunternehmer
Max Aicher. Bei den Planern stieß er auf fast taube Ohren, man
sei gegen die Verbrennung von Palmöl in einem Blockheizkraftwerk.
Aicher versicherte, es würde anders befeuert. Foto: Hudelist
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Hermann Schubotz hielt entgegen, dass
sich Badegäste dies gewünscht hätten.
Jetzt kam die große Stunde von Max Aicher, der mit einem
Blockheizkraftwerk zum einen Strom produzieren und verkaufen will,
zum anderen Wärme produzieren und diese kostenlos an das Freibad
abgeben würde. „Ich kann ihnen 27 Grad warmes Wasser
bieten, das wäre doch eine Attraktion, die man entsprechend
bewerben könnte", so Aicher. Romstätter meinte trocken,
man sei nicht davon ausgegangen, ein Thermal-Freibad zu bauen, sondern
eben ein normales Freibad. Zudem sei man ganz klar gegen die Verbrennung
von Palmöl.
Max Aicher darauf: „Ich finde es ungehörig, dass sie
immer behaupten, ich würde Palmöl verbrennen wollen. Es
wird etwas anderes sein, aber eben kein Palmöl." Johann
Wach stellte die Frage, ob es in Zeiten des Klimawandels wirklich
erwünscht sei, ein Freibad auf 27 Grad aufzuheizen, egal, womit
man ein Kraftwerk befeuere. „Aber es kostet Sie ja nichts",
rief Aicher den Planern mehrmals lautstark zu.
Weitere Fragen der Besucher: Muss der Volleyballplatz für
die Jugend wirklich gleich am Eingang sein oder wäre der beim
Bolz-platz über der Sur nicht besser aufgehoben? Auch eine
Querungshilfe vom Bad zum Reserve-Parkplatz auf der anderen Seite
der Staatsstraße erhitzte die Gemüter. „So eine
Querungshilfe würde jetzt 100.000 Euro kosten, aber nachdem
das Straßenbauamt in den nächsten Jahren die Straße
hier ohnehin umbaut, wäre das Geld beim Fenster hinausgeworfen",
meinte Bauamtsleiter Michael Knappe. Mit einem Zaun rund um den
Parkplatz wolle man die Besucher zumindest zu einer nicht so gefährlichen
Stelle führen. Die Besucher ließen aber nicht locker
und Max Aicher schlug gar eine Unterführung vor, die sei seiner
Meinung nach für unter 100.000 Euro zu haben.
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FREILASSING (hud) In der öffentlichen Stadtratssitzung
am Montag stellten zum einen die Planer ausführlich ihre Ideen
für das neue Freibad vor (wir berichteten), im Anschluss daran
nutzten Stadträte, Badegäste und vor allem Max Aicher
die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu sagen, was ihnen am neuen
Konzept nicht passt. Zwei Kritikpunkte kristallisierten sich dabei
heraus: Das neue Schwimmerbecken scheint mit vier Bahnen für
viele zu klein und die Wassertemperatur von 22 Grad ist zu niedrig.
„Im Bürgerentscheid haben sich die Freilassinger gegen
ein kaltes Naturbad und für ein warmes Freibad ausgesprochen,
und 22 Grad sind nicht warm", brachte es der Sprecher des Agenda-Arbeitskreises
Hermann Schubotz auf den Punkt.
Schon die erste Wortmeldung nach der Präsentation machte
deutlich, dass ein Schwimmerbecken mit vier Bahnen den Freilassingern
nicht schmeckt. „Wenn da Schulklassen kommen oder ein Verein
trainiert und Bahnen abgesperrt werden, dann können höchstens
noch zwei, drei Personen nebeneinander schwimmen, und da hat man
die Hand ja schon in der Badehose des anderen", meinte ein
Teilnehmer.
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Auch Schwimmmeister Werner Stöhr meinte, fünf
Bahnen sollten es schon sein. Bei Planer Hans Romstätter rannten
diese Stimmen naturgemäß offene Türen ein. „Ich
gebe schon zu, vier Bahnen sind nicht der Brüller, aber das
ist halt eine Geldfrage. Jede zusätzliche Bahn kostet 100.000
Euro."
SPD-Bürgermeisterkandidat Frank Grünberg nahm den (Wasser-)Ball
sofort auf und forderte „mindestens zwei Bahnen mehr. Schon
von der Optik her machen vier Bahnen nichts her." Der Budgetrahmen
von vier Millionen Euro sei ein Ansatz gewesen, den man jederzeit
ändern könne, so Grünberg.
Auch Bauunternehmer Max Aicher schaltete sich in die Diskussion
ein. „Bauen wir ein Schwimmbad oder ein Gastronomie-Center
mit Planschbecken rundherum?", fragte er provokant. Die Planer
erinnerten an die nüchterne Statistik, der zufolge zwei Drittel
der Badegäste nicht zum Schwimmen in ein Freibad kommen, und
man daher mehr Attraktionen bieten müsse statt reiner Schwimmerbahnen.
Breiten Raum nahm dann auch die Diskussion über die Wassertemperatur
ein. Freibad-Ingenieur Johann Wach hielt 22 Grad für ausreichend,
höhere Temperaturen verdunsteten umso schneller und in Zeiten
des Klimawandels sei es „out", das Wasser mehr aufzuheizen. |
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