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FREILASSING - Der Bürgerarbeitskreis Freibad
Freilassing (BaFF) hat Vorschläge zur Freibad-Sanierung erarbeitet.
Das teilte der Vorsitzende Hermann Schubotz in einer Presseaussendung
mit. Daraus geht hervor, dass die Vorschläge in mehreren Sitzungen
erarbeitet wurden. „BaFF versteht sich als Interessenvertreter
der Badegäste und setzt sich für die Umsetzung des Bürgerentscheides
und der Umfrageergebnisse ein", so Hermann Schubotz. |
Die Wasserfläche des Nichtschwimmer-beckens
solle allerdings auf 900 Quadratmeter erhöht werden. Das habe
die Umfrage (56 Prozent Zustimmung) ergeben. Höchste Priorität
habe eine größere Rutsche ins Nichtschwimmerbecken. Der
Kinderspielplatz müsse mit weiteren Spielgeräten ausgestattet
werden, außerdem sollten Klettermöglichkeiten entstehen.
Das Trampolin solle bleiben und eventuell zum Spielplatz verlegt
werden.
Der Sprungturm werde von 61 Prozent der Befragten gewünscht.
Wenn er nicht realisiert werden kann, so schlägt der BaFF vor,
ihr über Sponsoren zu finanzieren. Eine Erweiterung des Kleinkinderbereiches
sei von 57 Prozent gewünscht worden. BaFF unterstützt
diesen Wunsch und möchte Details einen Kinderworkshop, den
Vorschlägen der Planer und dem Budgetrahmen der Stadt überlassen.
Der im ersten Stock frei werdende Bereich des Hauptgebäudes
solle als Mehrzweckraum für Vereine, Musikbands oder Veranstaltungen
dienen. Die Wärmehalle zum Nicht-schwimmerbecken solle erhalten
oder zum geschützten Einschwimmkanal umgebaut werden. Die Idee
eines Beachvolleyballplatzes an der Südseite findet der BaFF
reizvoll. Der Bereich könne abgegrenzt und für Veranstaltungen
genutzt werden. Zur Vermeidung von Unfällen bei der Überquerung
der Straße bietet sich nach Meinung des BaFF ein extra Zugang
zur Wiese gegenüber dem Eingang mit Warnblinkampel und Temporeduzierung,
an. Alternativ könne die Wiese vor dem asphaltierten Parkplatz
auf der rechten Seite angemietet und eine Fußgängerbrücke
übe den Wasserlauf gebaut werden.
Außerdem sollten die Buslinie 24 und der Stadtbus das Freibad
verstärkt anfahren.
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Als Quellen seiner Vorschläge nennt der Bürgerarbeitskreis
den Bürgerentscheid vom 29. April, die Auswertung von 920 Fragebögen,
einen Freibad-Workshop im August, einen Freibad-Ordner im Rathaus
und die Vorstellung der Planung am 11. Februar.
Basis des Bürgerentscheides sei die Forderung nach Wassertemperaturen
von 24 Grad im Schwimmerbecken und 27 Grad im Nichtschwimmer-becken
gewesen. Der Wunsch nach einem beheizten warmen Bad ziehe sich wie
ein roter Faden durch die gesamten Antworten aus den Fragebögen.
Bei der Freibadsanierung müsse der soziale Aspekt für
alle Generationen im Vordergrund stehen. Für die Stammgast-klientel
der vielen älteren Mitbürger sei das tägliche Baden
am Morgen bei jedem Wetter im beheizten Nichtschwimmerbecken ein
regelmäßiger sozialer Treffpunkt.
„Auch Kinder und Jugendliche brauchen ein warmes Bad für
den Schulsport, zum Schwimmen und Spaßhaben im Wasser. In
Schwimmvereinen dürfen Jugendliche unter 24 Grad nicht trainieren.
Unsere aktiven Schwimmer und andere Vereine sollen im Freilassinger
Freibad ein neues Zuhause finden und auch Schwimm-wettbewerbe durchführen",
so die Forderung des BaFF.
Eine Mindesttemperatur von 24 Grad zu halten sei zudem nur unwesentlich
teurer als eine Temperatur von 22 Grad. Da die Energiekosten im
jetzigen Bad nur rund zwölf Prozent der gesamten Betriebskosten
ausmachten und laut BaFF in Zukunft deutlich geringer sein könnten,
hält der Arbeitskreis eine derartige Investition für angebracht. |
70 Prozent der befragten Badegäste hätten
sich eine Beheizung mit erneuerbaren Energien gewünscht. Folgende
Vorschläge hat der BaFF dazu erarbeitet: Die Dauerleistung
der Wärmeversorgung solle mit der Kraft der Sonne mit Hilfe
von Hochleistungsabsorbern sichergestellt werden.
Für Kältelücken während der Aufheizung und
für Schlecht-wettertage schlägt der BaFF ein kleineres
wärme-gesteuertes Blockheizkraftwerk (BHKW) oder eine andere
Heizleistung auf Basis erneuerbarer Energien vor, das Strom und
Wärme produziert.
Außerdem wird eine Ausschreibung der Wärme-bereitstellung
über ein Contracting Modell vorgeschlagen. Der Vorteil bestehe
in den festgelegten Kosten, keinen eigenen Investitionskosten sowie
verbrauchsabhängigen Kosten.
Gegen den Wärmeverlust in der Nacht schlägt der BaFF
eine Abdeckung der Becken vor, sollte die Entscheidung zugunsten
einer solaren Beheizung fallen.
Weder im Bürgerentscheid noch in den Umfragen sei eine Reduzierung
des Schwimmer-beckens vorgeschlagen worden. Seine Gestaltung müsse
daher den gesetzlichen Auflagen für Schwimmwettbewerbe entsprechen.
Wenn sich die Nachfrage nach mehr Bahnen nicht fundieren lasse,
könne sich der BaFF aus ökonomischen Gründen auch
mit einer Reduzierung von acht auf sechs Bahnen a 50 Meter anfreunden.
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