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FREILASSING (st) - Das Angebot der Salzburg
AG auf Kooperation in Sachen Biomasseheizkraftwerk steht bei der
nächsten öffentlichen Sitzung des Stadtrats am Montag,
8. März, 17 Uhr, im Sitzungszimmer des Rathauses zur Entscheidung
an. Wie im Vorfeld zu hören war, will die Verwaltung eine Zusamnenarbeit
mit dem Versorgungs-unternehmen des Nachbarlandes empfehlen. Kein
wie auch immer gearteter Beschluss wird aber Auswirkungen auf die
Zulässigkeit eines möglichen Bürgerentscheids haben.
Das versicherte gestern Bürgermeister Josef Flatscher.
Die Verantwortlichen der Stadt erhoffen sich durch einen Verbund
mit der Salzburg AG grosse Synergieeffekte. Wie der kaufmännische
Werkleiter Franz Aicher im Vorfeld der Stadtratssitzung darlegte,
kann damit auch in Spitenzeiten zur Gänze auf Öl und Gas
verzichtet werden. Die Versorgung Freilassings habe absolten Vorrang,
doch könne bei Uberschüssen die Wärme in das Salzburger
Netz eingespeist rerden. Das Freilassinger Biomasse-Fernheizwerk
könne damit wesentlich wirtschaftlicher betrieben werden, was
letztlich auch dem Endkunden durch einen günstigeren Preis
zugute komme. |
Bei der Stadtratssitzung am Montag wird zunächst
vorgestellt, was die Prüfung der ökonomischen und ökologischen
Vorteile eines Wärme-verbunds ergeben hat. Mit dieser Prüfung
hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt. Dann geht es konkret
um die Kooperation mit der Salzburg AG. Zur Debatte stehen unter
anderem die technischen Grunddaten, die sich im Falle einer Zusammenarbeit
mit Salzburg ändern.
Unter anderem wird das Werk, so es realisiert wird, eine etwa doppelt
so hohe Leistung haben wie das bisher geplante. Das ermöglicht
auch den Einbau einer Rauchgaskondensierung. Bei aller Ökologie
spielt natürlich auch die Ökonomie eine wesentliche Rolle.
Die Vorstellung und Genehmigung der Wirtschaftlichkeitsberechnung
ist deshalb ein zentraler Punkt in der Diskussion. Schließlich
erwartet die Besucher noch die Entscheidung über die Eckwerte
für eine Kooperation mit der Salzburg AG. Wie zu erfahren war,
soll eine Gesellschaft gegründet werden, in der die Stadt Freilassing
51 Prozent der Anteile hält, die Salzburg AG 49. Neben der
Kooperation steht auch noch eine weitere Entscheidung an. |
Hier geht es um den genauen Standort für das
Biomasse-heizkraftwerk. Bisher war ja nur grob das Gebiet im Bereich
des Klärwerks ins Auge gefasst, wobei noch kein Beschluss für
ein konkretes Grundstück gefasst wurde.
„Wir wollen unser Biomasseheizkraftwerk voranbringen",
machte Bürgermeister Josef Flatscher gestern deutlich. Er zeigte
sich überzeugt, dass sich die Freilassinger auch im Falle;
eines Bürgerentscheids für dieses zukunftsweisende Projekt
aussprechen werden.
Für die nähere Zukunft von großer Bedeutung ist
der erste Punkt der Tagesordnung am Montag. Dabei geht es um die
städtischen Finanzen. Die Sanierung der Schulen wird ein großes
Loch in die Hauhaltsmittel reißen. Dennoch will die Stadt
die freiwilligen Leistungen nicht kürzen. „Wir wollen
damit auch zum Ausdruck bringen, wie wichtig uns ehrenamtliches
Engagement zum Beispiel in den Vereinen ist", so Flatscher.
Schließlich steht auch noch die Neufassung der Stellplatzsatzung
auf dem Programm. Einige Vorschriften sollen dabei bürgerfreundlicher
abgefasst werden. |
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