| die Darstellung meiner Person als erklärter Gegner
des Biomasseheizkraftwerkes ist falsch.
Ich bin einer erklärter Befürworter der Nutzung der kostenlosen
Sonnenenergie und des Energiesparens und setze mich seit Jahren
für Wärmedämmung, und den Einsatz von Solarthermie
und Solarstrom ein.
Diese beiden Nutzungsarten der Sonnenenergie und die Reduzierung
des Wärmverbrauchs kamen weder in den Vorträgen vor, noch
sind sie im Konzept des Stadtrats erkennbar. Wenn nämlich der
Energieverbrauch auf 50-20% reduziert wird und der Rest mit solarer
Energie mit einem Deckungsgrad von etwa 60% (nicht sechs Prozent)
versorgt wird, dann spricht nichts dagegen, den Spitzenwärmebedarf
in kalten Wintern mit einem Biomasseheizwerk abzudecken.
Dazu benötigt man aber kein für Freilassing überdimensionierten
Biomasse Werk, das auch genau wie die fossilen Heizungen Kohlendioxid
produziert und zur Klimabelastung beiträgt. Genau deshalb bemängle
ich die Entscheidung des Stadtrates, weil es bessere und preiswertere
Lösungen auf Basis der Sonnenenergie gibt, den Wärmebedarf
für Freilassing zu decken, deren Diskussion leider abgewürgt
wurde.
Meine Frage, warum bei den ganzen Beteuerungen von genügend
vorhandenem Energieholz kein dezidierter Holzversorgungsplan vorgelegt
werde, wurde nicht mehr zugelassen. Schlimm wäre es jedoch,
wenn nach einer evtl. Ablehnung des Biomasse Werkes in Freilassing
nichts mehr in Sachen Energiewende passierte und weiterhin mit Einzellösungen
auf Basis fossiler Energien Wärme erzeugt wird.
Hermann Schubotz, Freiassing
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