Freilassinger Anzeiger vom 29. Mai 2010
Befürworter der Sonnenenergie
Leserbrief Hermann Schubotz zum Artikel Vorteile für Freilassing und Salzburg vom 22.Mai.
  die Darstellung meiner Person als erklärter Gegner des Biomasseheizkraftwerkes ist falsch.

Ich bin einer erklärter Befürworter der Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie und des Energiesparens und setze mich seit Jahren für Wärmedämmung, und den Einsatz von Solarthermie und Solarstrom ein.

Diese beiden Nutzungsarten der Sonnenenergie und die Reduzierung des Wärmverbrauchs kamen weder in den Vorträgen vor, noch sind sie im Konzept des Stadtrats erkennbar. Wenn nämlich der Energieverbrauch auf 50-20% reduziert wird und der Rest mit solarer Energie mit einem Deckungsgrad von etwa 60% (nicht sechs Prozent) versorgt wird, dann spricht nichts dagegen, den Spitzenwärmebedarf in kalten Wintern mit einem Biomasseheizwerk abzudecken.

Dazu benötigt man aber kein für Freilassing überdimensionierten Biomasse Werk, das auch genau wie die fossilen Heizungen Kohlendioxid produziert und zur Klimabelastung beiträgt. Genau deshalb bemängle ich die Entscheidung des Stadtrates, weil es bessere und preiswertere Lösungen auf Basis der Sonnenenergie gibt, den Wärmebedarf für Freilassing zu decken, deren Diskussion leider abgewürgt wurde.

Meine Frage, warum bei den ganzen Beteuerungen von genügend vorhandenem Energieholz kein dezidierter Holzversorgungsplan vorgelegt werde, wurde nicht mehr zugelassen. Schlimm wäre es jedoch, wenn nach einer evtl. Ablehnung des Biomasse Werkes in Freilassing nichts mehr in Sachen Energiewende passierte und weiterhin mit Einzellösungen auf Basis fossiler Energien Wärme erzeugt wird.

Hermann Schubotz, Freiassing

 
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