Agenda kommt aus dem Lateinischen und steht für "Was zu tun
ist". Die sogenannte "Agenda 21" wurde 1992 auf der UN-Konferenz
für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossen und
beinhaltet ein weltweites Aktionsprogramm für eine umweltverträgliche
und nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert.
Für die Agenda 21 ist der Begriff der "nachhaltigen Entwicklung"
(auf englisch: sustainable development) sehr wichtig, der ins Deutsche häufig
auch mit "Zukunftsfähigkeit" übersetzt wird. Nachhaltiges
Wirtschaften erfordert einen schonenden Umgang mit den natürlichen
Ressourcen, so daß auch zukünftige Generationen eine angemessene
natürliche Lebensgrundlage vorfinden. Nachhaltigkeit berücksichtigt
aber auch die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen, und damit soziale
und wirtschaftliche Aspekte.
Vereinigung von umweltbewußten Bürgern, meist in der
Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechtes (GbR), die in ihrer Kommune
eine PV-Gemeinschaftsanlage zur Erzeugung umweltfreundlichen Stromes betreiben.
C
CO2, Kohlendioxid:
Klimaschädliches Gas, das aus der Verbrennung von fossilen Energien
entsteht, wie Kohle, Gas, Erdöl. CO2 ist zu rund 50% an der Verursachung
des Treibhauseffktes beteiligt.
D
E
EEG:
Gesetz für den "Vorrang erneuerbarer Energien", es
ist am 1.4.2000 in Kraft getreten, siehe ...
Wir alle nutzen Energie – tagtäglich, direkt und indirekt.
Begrenzte Vorkommen fossiler Energieträger und die zunehmende Umweltbelastung
erfordern, Energie nur noch sparsam zu nutzen. Zukünftig ist ein
intelligenter Umgang mit Energie unerlässlich.
Der Begriff „Energie“ wird in vielen Lebensbereichen benutzt:
als „Energiedrink oder –riegel“, im Sport werden letzte
Energien mobilisiert und das englische „power“ ist aus der
Sprache der Jugend nicht mehr wegzudenken. Seinen Ursprung hat der Begriff
in der Physik und meint hier die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten.
Für uns Menschen bedeutet „Energie“ Licht, Wärme,
Nahrung, Bewegung und Wohlstand.
Seit der Mensch existiert, setzt er Energie ein, um seine Lebensbedingungen
zu verbessern. In der heutigen Industriegesellschaft wird der Einzelne
durch den Einsatz von Energie und Maschinen von körperlicher Arbeit
entlastet. Hierauf beruht letztlich der hohe Lebensstandard in den Industrieländern.
Der Energieverbrauch steht in Zusammenhang mit der Wirtschaftsleistung
eines Landes. Energie wird direkt in Haushalt, Produktion oder Verkehr
und indirekt durch die in Gütern und Dienstleistungen enthaltene
Produktionsenergie verbraucht.
Im Jahr 1999 betrug der Pro-Kopf Verbrauch eines Deutschen ca. 48.000
kWh. Dies ist etwa 10 mal soviel wie bei einem in Afrika lebenden Menschen.
Zur Veranschaulichung folgender Vergleich: Die durchschnittliche körperliche
Dauerleistung eines durchtrainierten Mannes beträgt etwa 100 Watt,
d. h. er müsste beispielsweise zur Erzeugung von 1 kWh Strom ca.
zehn Stunden arbeiten. Wenn ein in Deutschland lebender Mensch nur seine
Muskelkraft hätte, um seinen täglichen Energiebedarf von 132
kWh abzudecken, benötigte er zusätzlich 132 Energiediener.
Quelle: BINE Informationsdienst - "Energie im Wandel", basisEnergie
Nr. 7
Was ist Energie?
Was sind eigentlich: Energie, Leistung, Watt und Kilowattstunde?
Energie ist die Fähigkeit, physikalische Arbeit zu verrichten. Um
Wasser zu erwärmen, um den Glühfaden einer Lampe zum Glühen
zu bringen oder um einen Motor zu drehen, braucht man Energie.
Unter Leistung versteht man die pro Zeit umgesetzte Energie, das heißt
die pro Zeit verrichtete Arbeit, verbrauchte Strommenge oder zugeführte
Wärmemenge.
Kilowattstunde (kWh), Watt (W) und Kilowatt (kW)
Für Energie und Leistung werden jeweils unterschiedliche Einheiten
verwendet. In der Energiewirtschaft ist es für die Leistung
das Watt (W) oder ein Vielfaches davon, zum Beispiel Kilowatt (kW) und
Megawatt (MW):
1 kW = 1.000 W
1 MW = 1.000 kW
Für die Energie verwendet man in der Energiewirtschaft
die Kilowattstunde (kWh). Läuft ein Gerät mit einer Leistung
von 1 Kilowatt 1 Stunde lang, dann führt dies zu einem Energieverbrauch
von 1 Kilowattstunde. 1 Kilowattstunde (kWh) entspricht 1.000 Wattstunden
(Wh).
Die Grundeinheit für die Energie ist jedoch das Joule (J).
Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (1 J = 1 Ws). Oder anders: Wenn
Elektrizität mit der Spannung von 1 Volt und der Stromstärke
von 1 Ampère während einer Sekunde gebraucht wird, entspricht
dies 1 Joule. (3.600 kJ = 1 kWh)
Energie und Leistung
Um zum Beispiel 30 Liter Wasser für ein Duschbad von knapp 10 °C
auf 38 °C zu erwärmen, braucht man eine Energiemenge von 1 Kilowattstunde
(kWh).
Leistung = Energie / Zeit
Will man die Erwärmung innerhalb 15 Minuten erreichen, erfordert
dies eine Leistung von (1 kWh / 0,25 h = ) 4 Kilowatt (kW).
Energie = Leistung x Zeit
Heizt man das Wasser mit einer Leistung von 10 Kilowatt (kW) während
einer Zeit von 6 Minuten, dann führt man ihm eine Energiemenge von
(10 kW x 1/10 h =) 1 Kilowattstunde (kWh) zu, so dass sich die gleiche
Erwärmung ergibt.
Leistungsaufnahme
Bei manchen Geräten ist nicht die aus dem Netz aufgenommene Leistung
angegeben, sondern nur die Stromstärke (Ampere) und die Spannung
(Volt). Daraus kann man sich leicht die Leistung ausrechnen:
Leistung = Spannung x Stromstärke
Watt = Volt x Ampere
Diese einfache Rechenformel gilt nur dann, wenn Verluste außer
Acht gelassen werden. Bei Elektromotoren beispielsweise sind gleichzeitig
beide leistungswerte angegeben:
kV A: steht für die aus dem Netz aufgenommene Leistung, während
kW: die eigentliche – für den Nutzer relevante – Leistung
an der Welle des Motors angibt.
Zwischen beiden Werten kann ein Unterschied von fünf bis 20 Prozentpunkten
bestehen, je nach Wirkungsgrad des Motors.
Manchmal sieht es so aus, als seien die Effizienzpotentiale bereits ausgereizt,
Verbesserungen spielen sich nur noch im Bereich weniger Prozente ab. Hier
liegt die Herausforderung für die Industrie, neue Wege in der Technik
zu beschreiten, wie zum Beispiel der Einsatz von Wärmepumpen in Wäschetrocknern
oder die Vakuumisolierung bei Kühlschränken. Politik und Gesellschaft
müssen jedoch die Rahmenbedingungen für den breiten Einsatz
neuer effizienter Techniken schaffen.
Kühlen mit Magnetfeldern Alle gängigen Kühlschränke arbeiten heute auf
der Basis von Kompressoren. Das kann zukünftig ganz anders sein:
Holländische Wissenschaftler haben im Labor einen Kühlschrank
hergestellt, in dem ein Magnetfeld die Kühlung erzeugt. Vorteil:
Keine chemischen Kühlflüssigkeiten und 50 Prozent weniger Energieverbrauch.
Kühlschränke füllen sich selbst Erste Geräte bieten es schon: Der Kühlschrank enthält
einen Prozessor und ist mit dem Internet verbunden. Er weiß, was
er enthält und kann auf Wunsch Rezeptvorschläge machen oder
Fehlendes über das Internet bestellen. Außerdem passt er seinen
Stromverbrauch optimal an die Erfordernisse an.
Das ganze Haus denkt mit Die Haustechnik der Zukunft wird durch Vernetzung und intelligente
Steuerung optimal an die Anforderungen des Nutzers angepasst werden können.
Das erhöht den Komfort und spart Energie. Die ersten „intelligenten
Häuser“ befinden sich schon in der Erprobung.
hat schon mindestens eine Umwandlung durchgemacht. Beispiele
für Sekundärenergien sind:
Elektrizität aus Wasser oder Atomspaltung
Stadtgas aus Kohle oder Erdölprodukten
Die Reaktorwärme von Atomkraftwerken wird ebenfalls als
Sekundärenergie behandelt.
Endenergie
ist das Produkt, das der Handel den Verbraucherinnen
und Verbrauchern verkauft also:
Elektrizität
Heizöl
Benzin
Holzschnitzel
und so weiter
Nutzenergie
ist diejenige Energie, die wir in einer der folgenden
fünf Formen verwenden:
Licht (inklusive Fernmeldetechnik und Informatik)
Wärme
Kälte
Kraft (Mechanische Arbeit: beispielsweise die eines Motors)
Chemisch gebundene Energie (Elektrochemische Arbeit: zum Beispiel
Elektrolyse)
Nutzenergie kann aus Primär- und Sekundärenergie gewonnen
werden, dabei entstehen je nach Anwendung und technischer Apparatur
unterschiedliche Verluste.
Energie lässt sich beliebig umformen, aber der Weg von der Primärenergie
zur Nutzenergie ist verlustreich. Dabei entstehen Verluste, meist in Form
von Wärme (Wärmeverluste).
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, finanziert zinsgünstige
Darlehen für PV-Anlagen und andere Umweltmaßnahmen siehe...
Klima, Wetter und Klima sind Begriffe, mit denen
wir laufend umgehen, ohne sie exakt zu definieren.
Unter Wetter versteht man das kurzfristige Geschehen in der Troposphäre,
das sind die untersten Luftschichten der Atmosphäre bis zu einer
Höhe von 20 km.
Klima hingegen ist ein hochkomplexes System aus einer Verknüpfung
verschiedener Größen, u.a. aus der Atmosphäre, den Ozeanen,
den Land- und Eismassen sowie der Biosphäre.
Wie wird das Klima beeinflusst?
Das Klima wird einerseits durch natürliche Aktivitäten wie zum
Beispiel Sonne oder Vulkane beeinflusst, andererseits aber auch durch
anthropogene, d.h. von Menschen verursachte Aktivitäten. Alles diese
Faktoren, ob anthropogen oder natürlich, verändern das Strömungs-
und Stoffaustauschsystem. Sie wirken sich auf Temperatur, Meeresspiegel,
Meeresströmung, Wind und Niederschläge aus.
Kilowattstunde, Maßeinheit für die elektrische Arbeit.
Eine kWh kostet den Verbraucher etwa 15-20 Cent, solar erzeugte kWh werden
vom Stromversorger mit 48,1 Cent (2002) nach EEG auf 20 Jahre fix vergütet.
Dieser Vergütungssatz sinkt in den weiteren Jahren für die dann
installierten PV-anlagen um 5%, (2003: 45,7 Cent, 2004: 43,4 Cent, etc.)
Die Kilowattstunde
Hätten Sie gedacht, dass man mit einer Kilowattstunde bzw. 0,15
Euro die ganze männliche Bevölkerung von Norderney (ca. 2.500
Männer) rasieren kann? Man kann auch 4.800 Zitronen auspressen, aber
nur neun Liter Teewasser kochen. Die Erwärmung von Wasser braucht
besonders viel Energie und sollte daher so effizient wie möglich
erfolgen. Ein Tipp: Elektrische Wasserkocher sind energiesparender als
der Topf Wasser auf dem Herd.
Mit einer Kilowattstunde (kWh) elektrischer
Energie:
…waschen Sie
2,8 kg Schmutzwäsche (vor 10 Jahren)
5,6 kg Schmutzwäsche (Heute)
8,3 kg Schmutzwäsche (in 10 Jahren)
Kilowatt peak, eine Maßeinheit für PV-Anlagen, es gibt die
maximale Leistung an.
L
M
N
„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung,
die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten
künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse
zu befriedigen.“
Weltkommission für Umwelt und Entwicklung („Brundtland-Kommission“),
1987
Was machen Treibhausgase? Wie kommt es zum Treibhauseffekt?
In der Atmosphäre machen Treibhausgase – vor allem Wasserdampf
(H2O), Kohlendioxid (CO2), Ozon (O3), Distickstoffoxid (N2O) – Lachgas
– und Methan (CH4) – ein Leben auf der Erde erst möglich.
Diese Spurengase lassen die kurzwelligen Sonnenstrahlen passieren und
absorbieren die von der Erde zurück-geworfene langwellige Wärmestrahlung.
Dadurch erwärmt sich die Erdatmosphäre von -18 Grad Celsius
auf die bestehende Jahresmitteltemperatur von +15 Grad Celsius. Die Wirkung
der Spurengase auf das Klima beschreibt der Begriff „natürlicher
Treibhauseffekt“.
Wissenschaftlich erschein es mittlerweile unumstritten, dass menschliche
Aktivitäten die Konzentration von klimawirksamen Gasen in der Atmosphäre
deutliche erhöht haben. Ursachen hierfür sind vor allem die
Nutzung fossiler Energieträger, industrielle Prozesse und die Landwirtschaft.
So stieg die Konzentration von CO2 seit Beginn der Industriellen Revolution
um die Mitte des 19. Jahrhunderts um mehr als 25%. Hierauf beruht der
von Menschen verursachte – anthropogene – Treibhauseffekt.
Wissenschaftlicher Sachstand
Der wissenschaftliche Kenntnisstand zur Klimafrage wird primär vom
IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) repräsentiert, einer
internationalen Wissenschaftlergruppe, die im Auftrag der Vereinten Nationen
arbeitet. Es besteht weitgehend Konsens in der wissenschaftlichen Diskussion,
dass es bis zum Jahr 2100 durch anthropogene Spurengasemissionen –
insbesondere durch den Hauptverursacher, das CO2 – zu einer messbaren
weltweiten Temperaturerhöhung kommen kann.
Das IPCC berechnet in seinem mittleren Emissionsszenario einen Temperaturanstieg
von weltweit durchschnittlich etwas zwei Grad und einen Anstieg des Weltmeeresspiegels
von durchschnittlich etwas 0,5 Metern bis zum Jahre 2100. Diesem Szenario
liegt eine annähernde Verdreifachung der CO2-Emissionen zwischen
1990 und 2100 zugrunde. Gegenüber früheren Ergebnissen der IPCC-Berechnungen
liegen diese Abschätzungen aus dem Jahre 1996 deutlich niedriger.
Quelle: ASUE
U
U
V
W
Wechselrichter,
der WR ist das elektrische Gerät, das den Gleichstrom aus den
PV-Modulen in haushalts-konformen Wechselstrom von 230 Volt umwandelt.
Der Wirkungsgrad des WR trägt sehr zu einer höheren Gesamtleistung
der PV-Anlage bei. Gute WR haben einen Wirkungsgrad von etwa 96%.
Wetter
, Wetter und Klima sind Begriffe, mit denen wir laufend
umgehen, ohne sie exakt zu definieren.
Unter Wetter versteht man das kurzfristige Geschehen in
der Troposphäre, das sind die untersten Luftschichten der Atmosphäre
bis zu einer Höhe von 20 km.
Klima hingegen
ist ein hochkomplexes System aus einer Verknüpfung verschiedener Größen,
u.a. aus der Atmosphäre, den Ozeanen, den Land- und Eismassen sowie
der Biosphäre.
Wie wird das Klima beeinflusst?
Das Klima wird einerseits durch natürliche Aktivitäten wie zum
Beispiel Sonne oder Vulkane beeinflusst, andererseits aber auch durch
anthropogene, d.h. von Menschen verursachte Aktivitäten. Alles diese
Faktoren, ob anthropogen oder natürlich, verändern das Strömungs-
und Stoffaustauschsystem. Sie wirken sich auf Temperatur, Meeresspiegel,
Meeresströmung, Wind und Niederschläge aus.